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SOFTBALL - Der Storchenhai oder ein Spiel gegen die Barracudapanthers

SOFTBALL - Nadine 12.05.2018

Game 1: 17 - 2

Game 2: 13 - 0

 

Mitunter hört man auch in der heutigen Zeit noch Geschichten, Sagen oder Legenden von phantastischen Chimären, wie zum Beispiel der Basilisk (halb Schlange, halb Hahn) eine ist. Auch dürfte es inzwischen keine Neuigkeit mehr sein, dass sich im In- und Outfield der Flyers jeweils zu Beginn eines Innings diverse Tierwesen tummeln. Mitunter gefährliche (Krokodil, Piranha, Tiger…) oder, sehr zur Verwunderung des Fieldumpires Babsi M. aus Z., eher harmlosere Exemplare wie Schmetterling und Regenwurm.Das vergangene Wochenende bot jedoch eine unerwartete Abwechslung im zoologischen Alltag des Therwiler Softballdaseins.

Die bislang unerforschte Spezies der Barracudapanthers, einem Mischwesen aus Fisch und Säugetier, näherte sich gegen 9.15 Uhr der Känelmatte. Trotz der Verwandtschaft zum Wasserreich hielten sie sich vorwiegend an Land und im Schatten auf. In wiederkehrenden Abständen wagten sich einzelne, oder gleich mehrere Exemplare der wendigen und schnellen Chimären in die Nähe des Baues der Therwilerinnen. Sie trugen stockähnliche Angriffswaffen, oder auch lederne Verteidigungsgeräte, die in einer oder zwei Extremitäten gleichzeitig gehalten wurden.

Man sah der jungen Herde Barracudapanthers die Unerfahrenheit, in der erst seit kurzem laufenden Jagdsaison, an. Man darf gespannt sein, was passieren wird, wenn diese unerforschte Spezies zu voller Grösse ausgereift ist. Der Besuch dieser unbekannten Wesen veranlasste das Therwiler Softballteam den gefürchtetsten Vertreter der Infield-Chimären zur Verstärkung zu rufen: den Storchenhai.

Diese äusserst seltene Gattung, die nicht einmal auf Wikipedia bekannt ist, verfügt über enorme Kräfte: Sie befähigt eine wild zusammengewürfelte Truppe aus Krankenschwestern, Pädagogen, Handarbeitslehrerinnen, Medizinerinnen, Kunststudentinnen, KV’lern, Schülerinnen und Flugbegleiterinnen dazu, ein sogenanntes Team zu bilden. Ein Team, in dem alle Alters- und Herkunftsunterschiede unwesentlich sind und allein die Jagd nach gelben Bällen, Runs und gemeinsamen Erfolgen und Misserfolgen, sowie eine sinnvoll miteinander verbrachte Zeit eine Rolle spielen. Der Storchenhai kann, einmal im Infield auf den Plan gerufen, unglaubliches bewirken. Er beflügelt das Nesthäkchen zu klaren Ansagen im Outfield und mehreren starken Hits, lässt Pitcherinnen auf dem Bauch robben, beschert Ex-Coaches einen super Average im ersten Game, verhilft Patischatz dazu 2 mal einen Steal zu verhindern und tolle Hits zu landen, sowie Dayana und Melo zu 2 Singles. 

Mit seinen langen Beinen machte der Storchenhai es möglich, dass wir in 3 Innings im zweiten Spiel genau dreimal durchs Lineup kamen. Er half Anja und Amanda die etwas flatterigen Nerven im Griff zu behalten und führte sie von Base zu Base.

In der Defensive jedoch müsste der Storchenhai eigentlich einer anderen Chimäre Platz machen. Der Umgang mit Ball und Handschuh ist noch nicht so seins. Seine überschüssige Kraft lässt ab und an die Bälle am Fanghandschuh abprallen oder weit daran vorbeifliegen. Vielleicht wäre ein Töwe, Liger, Zebrafant oder Krokopard in diesen Fällen mehr von Nutzen im nächsten Spiel.

Wir werden sehen.